Sie befinden sich hier: >> Presse >> 2009
Samstag, 25.11.2017

Termine

Karten Bestellen

Online-Tickets

Zum Vorab-Kauf einer Karte per Internet benutzen sie bitte den obigen Kalender, um ihre Führung auszusuchen. Die Karten können bis zu einer Stunde vor Führungsbeginn bestellt werden.

 

Karten für Schüler und Studenten sind ermässigt.

Führungszeiten

Kasematten und Lochwasserleitung:
Mo - Fr: 15:15 Uhr
Sa: 11:15, 15:15, 16:15 Uhr
So + Feiertage: 11:15, 15:15, 16:15 Uhr

Historischer Kunstbunker:

täglich: 14:30 Uhr
Fr: zusätzlich 17:30 Uhr

Sa: 11:30, 14:30 + 17:30

So: 11:30 + 14:30

 

Ausnahmen: siehe Führungsbeschreibung

Eintrittspreise

Kasematten und Lochwasserleitung:
Erwachsene: 8,00 €, ermäßigt: 7,00 €
Kinder unter 3 Jahre:
in Begleitung eines Elternteils frei

Historischer Kunstbunker:
Erwachsene: 7 €, ermäßigt: 6 €
Kinder unter 7 Jahre:
in Begleitung eines Elternteils frei

Lage

Find us on facebook

Suche

Frisch Gebrautes auf den Tisch

Hausbrauerei Altstadthof besteht seit 25 Jahren — Rundgänge durch Felsenkeller

Seit 25 Jahren gibt es die Hausbrauerei Altstadthof und die Rundgänge durch die historischen Felsengänge. Am 1.Mai will Braumeister Reinhard Engel mit seinen Gästen auf das Jubiläum anstoßen.

Vor einem Vierterjahrhundert konnte man erstmals den würzigen Sud der Neumarkter Lammsbräu im Innenhof des Anwesens Bergstraße 19 schnuppern. Die Bio-Brauerei hatte sich vorgenommen, das dort noch eingetragene alte Braurecht an dem Altstadt- Standort wiederzubeleben. Mit Kupferkesseln, Holzbottichen und naturbelassenen Rohstoffen aus ökologischem Anbau wollte man beim Verbraucher punkten. Ein allzu großer Bier-Ausstoß war nicht vorgesehen, die Marketing-Experten verfolgten das Projekt einer kleinen, aber gehaltvollen Hausbrauerei.

Im Jahr 1998 übernahm Reinhard Engel den Betrieb als Inhaber. „Die kleinste Brauerei Nürnbergs wurde zunächst mit allen Mitteln bekämpft, dann akzeptiert und später vielfach kopiert", erinnert sich der gelernte Brauer. Jährlich produziert die Hausbrauerei rund 150 000 Liter Bier sowie 1000 Liter Bierdestillate, die unter anderem im Bräustüberl „Schwarzer Bauer" ausgeschenkt werden. Am Freitag können Interessierte beim „Tag der offenen Brauerei und Destille" sich ein Gläschen genehmigen (siehe Kasten). Im angegliederten Brauereiladen sind sechs Biersorten, Schnäpse und Bieressige erhältlich.

Zur Brauerei wie auch zu den in unmittelbarer Nachbarschaft Anfang der 80er Jahre errichteten Eigentums Wohnungen gehört jeweils ein Anteil an den historischen Felsenkellern. Walter Herrpich, der 1966 bis 1980 beim städtischen Zivilschutzamt gearbeitet hat, wollte Nürnbergs "Unterwelt am Burgberg" für die Öffentlichkeit zugänglich machen.

Auf vier Etagen geht es bis in 16 Meter Tiefe hinunter. Die ältesten Keller datieren auf 1380, das tiefste unterirdische Stockwerk wurde 1830 in den Sandstein geschlagen. Ursprünglich sollten die kühlen Räume das Gären von frisch gebrautem Bier verhindern. Im 19. Jahrhundert nutzte Firma Harrer die Keller als Lagerräume für ihre eingelegten Gurken.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die Keller zu Luftschutzräumen ausgebaut. Ursprünglich waren es einzelne Parzellen, durch die militärische Nutzung hat man sie untereinander mit Gängen verbunden. Eine weit verzweigte Unterwelt existiert damit heute noch am Burgberg. Nur einer von vielen Kellern (Stahlkeller) wurde durch eine Bombe schwer beschädigt. Die rasch erreichbaren Luftschutzräume haben zahllosen Nürnbergern im Krieg das Leben gerettet.

Walter Herrpich erhielt 1984 die Genehmigung, Führungen durch die einstigen Bierkeller anzubieten. Dabei setzte er sich gegen einen Mitbewerber durch, der im Albrecht-Dürer-Bunker eine Art Gruselkabinett einrichten wollte.

Im Jahr 1994 gründete der Rentner den Förderverein Nürnberger Felsengänge, um weitere Keller und vor allem die historischen Wasserstollen zu erschließen. Seit dieser Zeit lotst der Verein jährlich mehrere tausend Interessierte durch das unterirdische Labyrinth.

Mit freundlicher Genehmigung der Nürnberger Nachrichten