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Mittwoch, 20.09.2017

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Zum Vorab-Kauf einer Karte per Internet benutzen sie bitte den obigen Kalender, um ihre Führung auszusuchen. Die Karten können bis zu einer Stunde vor Führungsbeginn bestellt werden.

 

Karten für Schüler und Studenten sind ermässigt.

Führungszeiten

Kasematten und Lochwasserleitung:
Mo - Fr: 15:15 Uhr
Sa: 11:15, 15:15, 16:15 Uhr
So + Feiertage: 11:15, 15:15, 16:15 Uhr

Historischer Kunstbunker:

täglich: 14:30 Uhr
Fr: zusätzlich 17:30 Uhr

Sa: 11:30, 14:30 + 17:30

So: 11:30 + 14:30

 

Ausnahmen: siehe Führungsbeschreibung

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Neuer Blick in den Burggraben

Förderverein Nürnberger Felsengänge öffnet Schießscharte und Geschützluke

Einen ganz neuen "Durchblick" bietet der Förderverein Nürnberger Felsengänge in diesem Jahr bei seinen Führungen durch die Kasematten: Durch die Öffnung einer Schießscharte und einer Geschützluke können Besucher nun erstmals von innen einen Blick auf den Burggraben werfen.

In den Wehrgängen der Burgmauern ist es dunkel und kühl. Bislang konnten Besucher nur erahnen, wie dick die Mauern der Kasematten sind, da ihnen der Blick nach außen hin verwehrt blieb. Die Öffnungen, die es gab, Schießscharten und Geschützluken, wurden in den 70er Jahren zugemauert, da der zunehmende Schadstoffgehalt in der Luft den Sandstein angegriffen hatte. Die Luken dienten im Mittelalter den Nürnbergern dazu, ihre Burg zu verteidigen und Angreifer abzuwehren. Der Förderverein Nürnberger Felsengänge ließ zwei der Öffnungen wieder herstellen.

Interessierte können nun erstmals einen Blick durch einen der drei Kanäle der sogenannten "Drillings-Scharte" werfen, die eine Variante der "Hosen-Scharte" darstellt. Während die "Hosen-Scharte" aus zwei Kanälen innerhalb der Mauer besteht, die nach außen hin zu nur einer Öffnung zusammenlaufen, also im Querschnitt betrachtet wie eine Hose aussieht, kommt bei der "Drillings-Scharte" noch ein weiterer Schusskanal in der Mitte hinzu. "Auf diese Weise konnte in verschiedene Richtungen auf Angreifer gefeuert werden", erklärt Vereinsvorstand Franz Wolff. Im Jahre 1538 wurde nach den Vorschlägen des maltesischen Befestigungsmeisters Antonio Fazuni mit dem Bau der heutigen Bastei begonnen. Diese war so raffiniert verwinkelt, dass jeder Punkt im Burggraben durch die Luken überwacht werden konnte.

Während die „Drillings-Scharte"dem Besucher nur einen sehr eingeschränkten Blick nach außen gewährt, eröffnet die Geschützluke ganz andere Perspektiven: Einen einmaligen Blick auf die Tiergärtnertorbrücke. Wie zur damaligen Zeit wurde sie mit einer Klappe versehen. "Zum einen dient sie dazu, so wenig Luft wie möglich in die Gänge zu lassen, zum anderen hält sie auch unerwünschten Besuch davon ab, in die Kasematten einzusteigen", sagt Wolff schmunzelnd.

Mit freundlicher Genehmigung der Nürnberger Nachrichten