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Mittwoch, 20.09.2017

Termine

Karten Bestellen

Online-Tickets

Zum Vorab-Kauf einer Karte per Internet benutzen sie bitte den obigen Kalender, um ihre Führung auszusuchen. Die Karten können bis zu einer Stunde vor Führungsbeginn bestellt werden.

 

Karten für Schüler und Studenten sind ermässigt.

Führungszeiten

Kasematten und Lochwasserleitung:
Mo - Fr: 15:15 Uhr
Sa: 11:15, 15:15, 16:15 Uhr
So + Feiertage: 11:15, 15:15, 16:15 Uhr

Historischer Kunstbunker:

täglich: 14:30 Uhr
Fr: zusätzlich 17:30 Uhr

Sa: 11:30, 14:30 + 17:30

So: 11:30 + 14:30

 

Ausnahmen: siehe Führungsbeschreibung

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Pilze gedeihen in der "Unterwelt"

Führungen durch Lochwasserleitung und Kasematten beginnen am Samstag

Ab dem morgigen Samstag beginnen wieder die täglichen Führungen durch Kasematten und Lochwasserleitung: Um 17 Uhr treffen sich Interessierte am Brauereiladen, Bergstraße 19.

Der Förderverein Nürnberger Felsengänge informiert über das dichte Geflecht von unterirdischen Gängen auf dem Gebiet der Altstadt. Über Jahrhunderte waren nur Gerüchte und Geschichten über die Stollen bekannt: So soll es angeblich einen Verbindungsgang vom Tiefen Brunnen auf der Burg bis zum Karlsberg bei Poppenreuth geben. Eine andere Erzählung wollte von einem Fluchtweg bis zum Dutzendteich wissen, der durch 91 eiserne Türen gesichert ist. "Das sind natürlich nur Sagen und Märchen", erklärt Vereinsvorsitzender Franz Wolff, "die längsten Gänge gingen unter der Altstadt hindurch bis vor den Stadtgraben. Natürlich hatte der Rat der Stadt ein vitales Interesse, diese Stollen - mit Blick auf mögliche Feinde - geheim zu halten."

Erst um 1900 hat man das Gang-Gewirr vermessen. Somit kann man bei der Führung die Ausdehnung auf dem Plan deutlich machen. Die acht Meter unter der Bergstraße verlaufende Lochwasserleitung ist der bedeutendste dieser Stollen. Sie ist wahrscheinlich im 13. Jahrhundert gegraben worden, das Röhrenbuch von 1459 erwähnt sie erstmalig. Die zahlreichen Wasserleitungen wurden durch Quellen vom Burgberg gespeist - teilweise sind sie heute noch nicht versiegt, wie der bauchhohe Wasserstand in manchen Stollen belegt. Sie waren neben Regen die einzige Wasserquelle für die Bürger in der reichsstädtischen Zeit. Die Lochwasserleitung ist bis auf die feuchte Luft und einzelne Pfützen jedoch vergleichsweise trocken.

Bei der Führung stößt man auf skurrile Entdeckungen - wie etwa Pilze, die in der feucht-modrigen Atmosphäre bestens gedeihen. Die Führungen kosten sechs Euro pro Person, der Brauereiladen, Bergstraße 19, verkauft hierfür Karten.

Mit freundlicher Genehmigung der Nürnberger Nachrichten