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Freitag, 18.05.2012

Termine

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Mai 2012
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Führungszeiten

Historische Felsengänge:
Mo - Fr: 11, 13, 15, 17 Uhr
Sa + So: 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 Uhr

Bierführung:
Fr + Sa: 18 Uhr

A Walk in the Dark:
Fr: 21 Uhr

Historischer Kunstbunker:
Mo - So: 14.30 Uhr

Kasematten und Lochwasserleitung:
Mo - Fr: 15.30 Uhr
Sa, So, Feiertage: 15:30, 16.30 Uhr

Kinderführung »Wasser ist Leben«:
Mo - Fr: 12 Uhr (nur bay. Schulferien)

Kostümführung für Kinder:
Mo - Fr: 14 Uhr (nur bay. Schulferien)

Ausnahmen: siehe Führungsbeschreibung

Eintrittspreise

Historische Felsengänge:
Erwachsene: 5 €, ermäßigt: 4 €
Kinder unter 7 Jahre:
in Begleitung eines Elternteils frei

Bierführung:
8 €, inkl. Bierprobe, keine Ermäßigungen

A Walk in the Dark:
Erwachsene: 7,50 €, ermäßigt: 6,50 €

Historischer Kunstbunker:
Erwachsene: 5 €, ermäßigt: 4 €
Kinder unter 7 Jahre:
in Begleitung eines Elternteils frei

Kasematten und Lochwasserleitung:
Erwachsene: 6,00 €, ermäßigt: 5,00 €
Kinder unter 3 Jahre:
in Begleitung eines Elternteils frei

Kinderführungen:
Erwachsene: 5 €,

Achtung: Preisänderung seit 1.4.12 !

Lage

Treffpunkt für alle Führungen:
Brauereiladen der Hausbrauerei Altstadthof
Bergstraße 19, D-90403 Nürnberg

Telefon: +49 911 22 70 66
E-Mail: infoatfelsengaenge-nuernberg.de

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Rückblick zu den Sonderführungen im Laufertorkeller (aktualisiert)

Montag, 16.01.2012

Verein

Die Führungen durch die Laufer Toranlagen liegen jetzt schon einige Zeit hinter uns. Zeit genug, dass wir einen Blick zurück werfen, nachdem wir alle wieder zu Kräften gekommen sind, teilweise bis zu 5 Führungen für einige von uns haben doch ihren Tribut gefordert. Wir möchten mit Ihnen nochmals gedanklich durch die Anlage gehen und die diesjährigen Sonderführungen Revue passieren lassen…

Weitestgehend unscheinbar befindet sich am östlichen Rand der Altstadt eines von vielen Kellersystemen, dass sich teils schon seit hunderten von Jahren im Bauch der Stadt erstreckt. In einer Zeit in der es innerhalb der Altstadtmauern weit mehr Brauereien als heute gab wurden diesen Keller einst in den Fels unterhalb der Nürnberger Altstadt geschlagen um der Lagerung von Bier zu dienen.

Die Brauereien verschwanden und damit auch die Notwendigkeit Bier zu lagern, die Keller gerieten teils in Vergessenheit und wurden sich selbst überlassen.

Mit Beginn des 2. Weltkriegs entstanden wie in vielen Städten auch in Nürnberg Luftschutzbauten, jedoch besann man sich auch der alten Bierkeller und bezog diese mit in die Planungen ein. In den Kriegsjahren entstand so eine parallele Welt unterhalb der Stadt.

Auf Grund der schieren Größe der Keller konnte nicht nur Platz für große Teile der Bevölkerung geschaffen werden, sondern auch Stadtverwaltung, Befehlsstellen und Krankenhäuser richteten sich im „Untergrund“ ein.

Am Laufertor entstand auf insgesamt drei Ebenen eine Bunkeranlage, die neben ihrer Funktion als öffentlicher Luftschutzraum auch noch Platz für Büros des Wehrkreises, als auch der Werke und Bahnen bot. Hierbei handelt es sich sozusagen um den Vorläufer der heutigen n-ergie bzw. Verkehrsbetriebe. Geschützt vor Bomben und Feuersbrünsten konnten u.a. wertvolle Werkstätten und Lager im Bunker eingerichtet werden. Nach den Angriffen auf die Stadt rückten Instandsetzungstrupps aus der Bunkeranlage aus und behoben, oftmals notdürftig Schäden am öffentlichen Leitungsnetz (Gas, Wasser, Strom). Auch Schäden am Straßenbahnnetz konnten oftmals wieder behoben werden.

Noch tiefer, unter einer unscheinbaren Grünanlage, befand sich eine große Notküche. Aus diesen Räumen wurden neben den Schutzsuchenden und den Angestellten der Werke und Bahnen (WuB) auch Teile der notleidenden Bevölkerung mit Essen versorgt. Ebenfalls auf dieser Ebene befanden sich eine militärische Befehlsstelle, die technischen Betriebsräume, sowie ein eigens gebohrter Notbrunnen. Dieser sollte nicht nur den Laufertor Bunker mit Wasser versorgen, sondern weite Teile des östlichen Kellersystems unter der Altstadt.

Über teils steile Treppen gelangt man von diesen Ebenen nach oben in den Bereich des öffentlichen Bunkers, niedrige Decken aus der Zeit der Bierkeller, lassen erahnen wie beklemmend sich die Schutzsuchenden einst wohl gefühlt haben, angesichts des Lärms der mit den Bombenangriffen einherging.

Aus der Zeit des 2. Weltkriegs ist in dieser oberen Ebene so gut wie nichts erhalten, lediglich das dereinst geschaffene und heute trockene Wasserbecken ist noch zu sehen. Dafür kann man hier oben aber noch teilweise den ursprünglichen Fels an Wänden und Decken erkennen. In weiten Teilen der Anlage herrscht Beton aus nun mehr als 70 Jahren vor.

Über die Treppe geht es nun auch schon wieder hinab in Richtung des WuB-Bereichs und somit in Richtung Ausgang. Vorbei an heute leeren Büros und Resten der Belüftung erreichen wir wieder den Zugangsstollen, der einst mit Ziegeln von der Baustelle des Reichsparteitagsgeländes errichtet wurde.Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei Ihnen – unseren Besuchern – bedanken.

Über 4200 interessierte Bürger, teilweise auch aus der Metropolregion nahmen in der ersten Januarwoche die Gelegenheit wahr eine ansonsten unzugängliche Welt mit uns zu erkunden.